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Dienstag, 3. November 2009

FROH! Ein Magazin für eine neugierige Generation

Jede Ausgabe des FROH! Magazin widmet sich jeweils einem Thema, welches aus unterschiedlichen Blickwinkeln betrachtet wird.
Auf überraschende Weise werden ungewöhnliche Perspektiven eingenommen, wobei ein warmherziger und wertschätzender Ton gegenüber den Portraitierten und den Ereignissen dominiert.

Die aktuelle Ausgabe widmet sich dem Thema der "Wende" mit all seinen Facetten. Natürlich gibt der Fall der Berliner Mauer vor zwanzig Jahren den Anlass, doch die Autoren haben sich keineswegs auf die Beschäftigung mit dieser "Wende" beschränkt. Vielmehr wird untersucht, was eigentlich der Kern einer Wende ist, welche Kraft in der Wende steckt und wie sie unterschiedliche Biografien geprägt hat. So erlebt man z.B., wie Jürgen gleich zwei entscheidende Wenden seines Lebens beschreibt. Die erste als er, als plötzliche Berühmtheit, den Big Brother Container verlässt und verwirrt vor den Massen steht, die ihm die Rückkehr in sein altes Leben versperren. Die zweite Wende, und die damit entscheidende, tritt ein, als er aus freien Stücken beschließt, sein neues Leben unter geänderten Vorzeichen, aber nach seinen Regeln zu leben.
Die Autoren erzählen noch weitere Biografiewenden, sowie Wendebiografien, welche deutlich machen, dass die Kraft der Wende nur durch den eigenen Willen genutzt werden kann, dass nur so eine einschneidende Veränderung, eine Steigerung des persönlichen Glücks bringen kann. Die Wende kann einen ändern, oder einen zu sich selbst zurückführen, so die Erkenntnis aus diesen Beschreibungen.

Das ganze Heft ist so vielfältig, dass jedes Seitenwenden eine kleine Überraschungen birgt, - und die Einsicht - na klar, auch das ist eine Wende!

Trotz der teilweise tiefsinnigen Ansätze, verliert sich die Magazin keineswegs in Grübeleien und Denkkonstrukten, sondern präsentieren sich in leicht verständlicher Sprache gepaart mit einem ansprechenden jungen Design, das viel Raum für schöne Bilder lässt.
Im ganzen Magazin spiegelt sich die Neugierde wider, die laut eigener Angabe den Antrieb der Macher darstellt.
FROH! möchte seine eigene Sicht der Dinge mitteilen und dabei Non-Profit, unabhängig und werbefrei sein und bleiben. Mutig und wunderschön, dass es so etwas gibt!

Donnerstag, 15. Oktober 2009

FairLiebt in Glücksstoff - mein Ökorausch

Am Samstag war ich auf der kleinen aber feinen Ökorausch, der Messe für "Design mit Bewusstsein". Dort haben einige Kleidungslabels von korrekte-klamotten ausgestellt - und natürlich verkauft. Da ich einen Schal und in meiner schlecht zu heizenden Wohnung auch endlich mal eine gemütliche Jacke für Zuhause brauche, habe ich zugeschlagen (s. Foto): Schal von FairLiebt (10 €) und eine megagemütliche, weiche Jacke von Glücksstoff (34 €).

"Schufti", der Schlüsselroman

Natürlich gab es noch viele andere spannende Aussteller. Neben ecosign, der "nachhaltigen" Designschule in Köln (die übrigens nächsten Samstag öffentlich 15-Jähriges feiert), waren auch Lockengelöt aus Hamburg da. Ein wunderbares Stück von diesen kreativen Menschen musste ich direkt durch einen Kauf prämieren: einen "Schlüsselroman" (s. Foto). Lockengelöt verwenden alte Bücher wieder, in denen sie aus ihnen Schlüsselbretter herstellen. Ich freue mich sehr über meinen "Schufti" (das ist der Titel meines Schlüsselromans), der nun stolz neben meiner Tür prangt! ;)

Der aus der Region Freiburg von den Jungs von bonhom mitgebrachte Bio-"Wii" (so nennt man dort den Wein) hat den coolen Abend noch besser gemacht. Und ich freue mich auf die bald erscheinende erste Frauenkollektion...

Donnerstag, 10. September 2009

2. ökoRausch - Messe für Design mit Bewußtsein

3.) Jetzt schon vormerken: Am 10. und 11. Oktober findet die zweite Auflage der ersten Messe für nachhaltiges Design statt. Klein, aber sehr fein, öffnet die „ökoRausch, Messe für Design mit Bewusstsein“ in Köln ihre Türen. 53 DesignerInnen und KünstlerInnen aus ganz Deutschland und Gäste aus Spanien und den Niederlanden, die sich alle der nachhaltigen Produktionsweise in ihrem kreativen Tun verschrieben haben, präsentieren sich dem Publikum und laden zum Kaufrausch mit gutem Gewissen ein. Infos unter: www.oekorausch.de

es grünt so grün und je grüner desto besser!

Hallo und guten Tag! Das sporadisch erscheinende Blog Ökoschlampen meldet sich aus einer nicht angekündigten "Sommerpause" zurück ;-)
und zwar mit heißen News rund ums Grün-Sein:
Die Grünen in Köln haben mega-mäßig abgesahnt bei der Kommunalwahl und hoffen jetzt auf ein ebenso fantastisches Ergebnis bei der Bundestagswahl Anhand der Grafik wird deutlich, dass Bündnis 90/Die Grünen jetzt wirklich in der Mitte der Gesellschaft angekommen ist. Immerhin trennen nur wenige Prozentpunkte die ehemaligen Freaks und Müslis von den sogenannten "etablierten Parteien". ! Im Vorfeld des Kommunalwahlkampfs wurden die Weichen für ein gutes Ergebnis gestellt... den Innenstadt-Grünen lag zum Beispiel am Herzen, daß die Stände auch optisch was her machen und nicht öko-üsselig abstoßend wirken. Also haben sie bereits im Herbst 2008 Kontakt mit der ecosign - Akademie für Design aufgenommen. In einer sehr fruchtbaren Kooperation entwarfen die super kreativen Studenten der Öko-Design-Hochschule Wahlkampfmaterial vom Allerfeinsten für den Ortsvorstand Innenstadt&Deutz. So konnte man dann an den Samstagen vor der Wahl z.B. am Rudolfplatz eine grüne Oase aus Liegestühlen auf Rollrasen sehen, oder selbstgebastelte Recycling-Hocker. Es war erstaunlich zu sehen, wie modern und frisch und gleichzeitig kosten- und resourcensparend ökologische Wahlkampfmaterialien sein können.... Alles in allem eine wirklich gelungene Kooperation. Mehr davon!

Freitag, 5. Juni 2009

Juchhe, endlich geht das ökorrekte Leben weiter!

Bisher konnte ich immer nur in puncto Essen punkten, wenns um nachhaltigen Konsum geht. Bio-Essen und Fair-Trade-Kaffee kann man sich durchaus leisten, wenn man will (s. mein 100% Bio-Geburtstagsparty-Buffet).
Wir Deutschen geben im internationalen Vergleich eh viel weniger Geld für Essen aus als besipielsweise unsere kulinarischen Nachbarn die Franzosen und die Italiener. Und dass die bedeutend reicher wären als wir, ist mir noch nicht zu Ohren gekommen. Dass also Bio-Milch nur was für reiche Schicki-Micki LOHAS ist, das will ich hier erstmal nicht durchgehen lassen... ("erstmal", weil wenns z.B. um ein Bio-Kotelett für den Grillabend im Park geht, das doch deutlich im Portemonnaie zu merken ist. s. auch meine Anmerkung unten.)

So, nun aber zu meinem neuen Glück: endlich ökorrekte Klamotten! Nach langer Kleidungseinkaufspause (irgendwie kann ich kaum mehr guten Gewissens in die Kleidungskonsumtempel gehen) habe ich mir nun endlich die lange benötigten Schuhe und ein T-Shirt gekauft (Spaghettiträger-Oberteile, wie sie bei mir zuhauf im Schrank zu finden sind, eignen sich eher subgut für die Arbeit, daher müssen schulter bedeckende Kleidungsstücke her...).

Das ging wunderbar bei Andrea in ihrem Offline-Shop des Online-Shops www.bgreen.de.
Eigentlich konnte ich mir ökorrekte Klamotten bisher nicht leisten, aber das schöne Label THTC, von dem das T-shirt (man kann es zuknöpfen - die Arbeitsvariante - oder aufknöpfen - die Partyvariante) stammt, und die Schuhproduzenten veja (Am Anfang will mir immer keiner glauben will, dass sie öko und fair trade sind, weil sie einfach zu cool und "normaaal" aussehen) machens möglich! 29€ für das Shirt und 85€ für die Schuhe. Das ist günstiger als die Normalo-Schuhe von adidas! Also aus für das Argument, man könne sich ökorrekte Schuhe nicht leisten... Und dafür gibt es u.a. Bambus und Bio-Baumwolle als Inhaltsstoffe.

Nun möchte ich anmerken, dass es durchaus Menschen gibt, die sich auch adidas Schuhe (um beim Beispiel zu bleiben) nicht leisten können. Selbstverständlich gilt meine Argumentation für diese nicht und es ist leider so, dass sich viele Menschen auch jetzt (noch) keine Bio-Klamotten oder auch -Essen leisten können! Wie immer gibt es auch hier keine 100%igen Wahrheiten...

Andrea hat übrigens grade erst wieder eine neue Bestellung bei THTC gemacht. Ich freu mich schon, bald wieder in ihrem Laden vorbeizugehen...

(Ach ja, was ich noch anmerken muss: beim Bio-Buffett stehen Pappteller, leider war ich grade erst umgezogen und hatte nicht ausreichend Geschirr da. Muss und kann man kritisieren, ich brauchte aber einfach kurz vor der Party noch spontan Essenstransportmöglichkeiten und die gabs leider nur im normalen Supermarkt.)