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Donnerstag, 15. Oktober 2009

FairLiebt in Glücksstoff - mein Ökorausch

Am Samstag war ich auf der kleinen aber feinen Ökorausch, der Messe für "Design mit Bewusstsein". Dort haben einige Kleidungslabels von korrekte-klamotten ausgestellt - und natürlich verkauft. Da ich einen Schal und in meiner schlecht zu heizenden Wohnung auch endlich mal eine gemütliche Jacke für Zuhause brauche, habe ich zugeschlagen (s. Foto): Schal von FairLiebt (10 €) und eine megagemütliche, weiche Jacke von Glücksstoff (34 €).

"Schufti", der Schlüsselroman

Natürlich gab es noch viele andere spannende Aussteller. Neben ecosign, der "nachhaltigen" Designschule in Köln (die übrigens nächsten Samstag öffentlich 15-Jähriges feiert), waren auch Lockengelöt aus Hamburg da. Ein wunderbares Stück von diesen kreativen Menschen musste ich direkt durch einen Kauf prämieren: einen "Schlüsselroman" (s. Foto). Lockengelöt verwenden alte Bücher wieder, in denen sie aus ihnen Schlüsselbretter herstellen. Ich freue mich sehr über meinen "Schufti" (das ist der Titel meines Schlüsselromans), der nun stolz neben meiner Tür prangt! ;)

Der aus der Region Freiburg von den Jungs von bonhom mitgebrachte Bio-"Wii" (so nennt man dort den Wein) hat den coolen Abend noch besser gemacht. Und ich freue mich auf die bald erscheinende erste Frauenkollektion...

Freitag, 5. Juni 2009

Juchhe, endlich geht das ökorrekte Leben weiter!

Bisher konnte ich immer nur in puncto Essen punkten, wenns um nachhaltigen Konsum geht. Bio-Essen und Fair-Trade-Kaffee kann man sich durchaus leisten, wenn man will (s. mein 100% Bio-Geburtstagsparty-Buffet).
Wir Deutschen geben im internationalen Vergleich eh viel weniger Geld für Essen aus als besipielsweise unsere kulinarischen Nachbarn die Franzosen und die Italiener. Und dass die bedeutend reicher wären als wir, ist mir noch nicht zu Ohren gekommen. Dass also Bio-Milch nur was für reiche Schicki-Micki LOHAS ist, das will ich hier erstmal nicht durchgehen lassen... ("erstmal", weil wenns z.B. um ein Bio-Kotelett für den Grillabend im Park geht, das doch deutlich im Portemonnaie zu merken ist. s. auch meine Anmerkung unten.)

So, nun aber zu meinem neuen Glück: endlich ökorrekte Klamotten! Nach langer Kleidungseinkaufspause (irgendwie kann ich kaum mehr guten Gewissens in die Kleidungskonsumtempel gehen) habe ich mir nun endlich die lange benötigten Schuhe und ein T-Shirt gekauft (Spaghettiträger-Oberteile, wie sie bei mir zuhauf im Schrank zu finden sind, eignen sich eher subgut für die Arbeit, daher müssen schulter bedeckende Kleidungsstücke her...).

Das ging wunderbar bei Andrea in ihrem Offline-Shop des Online-Shops www.bgreen.de.
Eigentlich konnte ich mir ökorrekte Klamotten bisher nicht leisten, aber das schöne Label THTC, von dem das T-shirt (man kann es zuknöpfen - die Arbeitsvariante - oder aufknöpfen - die Partyvariante) stammt, und die Schuhproduzenten veja (Am Anfang will mir immer keiner glauben will, dass sie öko und fair trade sind, weil sie einfach zu cool und "normaaal" aussehen) machens möglich! 29€ für das Shirt und 85€ für die Schuhe. Das ist günstiger als die Normalo-Schuhe von adidas! Also aus für das Argument, man könne sich ökorrekte Schuhe nicht leisten... Und dafür gibt es u.a. Bambus und Bio-Baumwolle als Inhaltsstoffe.

Nun möchte ich anmerken, dass es durchaus Menschen gibt, die sich auch adidas Schuhe (um beim Beispiel zu bleiben) nicht leisten können. Selbstverständlich gilt meine Argumentation für diese nicht und es ist leider so, dass sich viele Menschen auch jetzt (noch) keine Bio-Klamotten oder auch -Essen leisten können! Wie immer gibt es auch hier keine 100%igen Wahrheiten...

Andrea hat übrigens grade erst wieder eine neue Bestellung bei THTC gemacht. Ich freu mich schon, bald wieder in ihrem Laden vorbeizugehen...

(Ach ja, was ich noch anmerken muss: beim Bio-Buffett stehen Pappteller, leider war ich grade erst umgezogen und hatte nicht ausreichend Geschirr da. Muss und kann man kritisieren, ich brauchte aber einfach kurz vor der Party noch spontan Essenstransportmöglichkeiten und die gabs leider nur im normalen Supermarkt.)

Sonntag, 22. Februar 2009

Biofach - 4 Tage reichen kaum...

Whow! Jetzt ist die Biofach also schon wieder vorbei... Ich war von Donnerstag bis Sonntag hier und die Zeit verging wie im Fluge. Es ist fantastisch wie gut das Netzwerken klappt. Habe zahlreiche Bekannte und alte Freunde getroffen und - wie immer - auch wieder tolle neue Leute kennen gelernt.

Besonders spannend waren mehrere ausführliche Gespräche mit einem indischen Produzenten, der sich auf die Herstellung von Garnen, Stoffen und Bekleidung aus ökologisch angebauter Baumwolle spezialisiert hat. Endlich konnte ich all meine Fragen zu den Arbeitsbedingungen vor Ort loswerden. Bemerkenswert fand ich, dass die Kooperative zu 85% den Angestellten gehört und alle Mitarbeiter regelmäßig Schulungen und Seminare erhalten, damit sie sich weiterbilden können. Ab sofort spare ich Geld um mir bald einen Flug und die CO2-Kompensation einer Reise nach Indien leisten zu können!

Am meisten war ich in Halle 7A auf der Vivaness. Hier wurden die neusten Trends im Bereich Kosmetik gezeigt. Am Rande hörte ich immer wieder, dass es doch komisch sei, dass diese und jene Firma berechtigt sei, auf der Biofach auszustellen. Hintergrund ist, dass es zahllose Siegel gibt und manche Firmen haben entweder kein kein Bio-Siegel oder nur einige wenige Produkte einer Marke sind zertifiziert. Es gibt auch die Meinung, dass das BDIH-Siegel nicht "streng" genug sei und dass "bio" eben nicht gleich "bio" ist. Gut, wenn drüber gesprochen wird, das zeigt, dass es ein immerwährender Prozess ist und ein Zertifikat regelmäßig in Frage gestellt und die Richtlininen immer wieder aufgrund neuester Erkenntnisse modifiziert werden sollten.

Wie immer haben mich die zufälligen Begegnungen mit verschiedensten Kulturen am meisten fasziniert. Es ist doch ein großartiges Gefühl so viele Nationalitäten auf engestem Raum anzutreffen. Eben bekommt man noch mit einem Lächeln ein Stück dänischen Käse kredenzt, schon lädt einen ein netter Italiener auf einen Happen Bio-Finochiona (Fenchel-Salami) ein.... hmmmm - ein Traum. So weiß ich nun endlich auch, wo ich meine Lieblings-Salami in Bio-Qualität bestellen kann. Dazu ein Schluck Bio-Saft aus Südbaden und Fair-Trade Schokolode von der gepa. Die Biofach ist und bleibt ein Paradiese für Bio-Gourmets.

Satt, glücklich und inspieriert von den Begegnungen und Gesprächen fahre ich zurück nach Köln und stürze mich dort am Rosenmontag in das nicht annähernd so nachhaltige aber ebenfalls mutli-kulti-geprägte Karnevalstreiben. Tschüss Biofach! Hallo Kölle und Alaaf!